Regelfrage der Woche

Frage:

ein Ball ist in ein Wasserhindernis geflogen und der Spieler findet an der Stelle zwei Bälle in spielbarer Lage. Wie muss der Spieler verfahren, wenn er nicht weiß, welcher der Bälle sein Ball ist?

Antwort:

Wie überall auf dem Platz darf der Spieler seinen Ball auch im Wasserhindernis identifizieren. Dazu informiert er seinen Gegner, Zähler oder Mitspieler von seiner Absicht, markiert die Lage des Balls und hebt ihn strflos zum Identifizieren auf, ohne ihn dabei unnötig zu reinigen.


Man kennt es selbst, der Ball fliegt schön gerade und weit – biegt jedoch auf den letzten Metern scharf nach rechts oder links ab und landet letztendlich im Aus, Wasser oder Biotop. Was nun, fragen sich viele…

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Um häufig auftretende Regelfragen zu klären und Unsicherheiten in einigen Spielsituationen zu beheben, werden wir jede Woche ein neues Regelthema anhand eines Beispiels erläutern.

Wir wünschen viel Spaß bei den wöchentlichen Themen!


Ball unterstützt oder behindert Spiel – Regel 22

Bahn 14 - Spieler A, B und C spielen ihren Ball Richtung Grün. Der Ball von A und B landen dicht beieinander auf dem Vorgrün.

Spieler A bittet Spieler B seinen Ball zu markieren, da er sein Spiel behindert.

Spieler B markiert, hebt seinen Ball auf, reibt den Ball in der Hand, reinigt ihn und steckt seinen Ball in die Hosentasche.

Beide spielen ihren Ball zu Ende. Spieler C bemerkt die Situation und weist auf die Regel 22 hin und sagt, dass Spieler B gegen die Regel verstoßen hat.

Wie beurteilen Sie diese Situation?

Antwort: Spieler C hat Recht. Gem. Regel 22-2 ist das Reinigen des Balles in der geschilderten Spielsituation nicht regelkonform.

Folge 2 Strafschläge.

Gem. Regel 22-2: Ein nach dieser Regel aufgenommer Ball muss zurückgelegt werden (siehe Regel 20-3). Der Ball darf nicht gereinigt werden, außer er hat auf dem Grün gelegen. (siehe Regel 21).

Empfehlung: Ball markieren, mit 2 Fingern aufheben, hoch halten und den Mitspielern ansagen, dass der Ball nicht gereinigt wird. Im Anschluss den Ball möglichst so wieder hinlegen.


Aufsetzen des Balls – Regel 11 – 1

Da der Abschlag sehr nass und schlammig ist, entscheidet sich ein Spieler dazu, außerhalb des Abschlags in einem trockenen Teil den Stand einzunehmen. Die Mitbewerber meinen, dass sei ein Regelverstoß. Der Spieler entgegnet, solange der Ball innerhalb des Abschlagsbereich aufgeteet ist, sei der Regel genüge getan. Hat er Recht?

Ja, nach Regel 11-1 reicht es in der Tat aus, wenn der Ball innerhalb des Abschlages gespielt wird. Die Standposition kann außerhalb des Abschlags eingenommen werden.


Ungewöhnlich beschaffener Boden – Regel 25 – 1

Ein Spieler schlägt an Bahn 17 ab. Der Ball landet genau in dem Blau gepflockten Bereich in der Mitte des Fairways.

Wie muss sich der Spieler verhalten?

Liegt der Ball in einem Blau gepflockten Bereich oder müssen Sie darin stehen, so erhalten Sie straflose Erleichterung: Suchen Sie den nächsten Punkt, wo der Ball nicht darin liegt und Sie auch nicht darin stehen müssen und lassen Sie den Ball innerhalb von 1 Schlägerlänge fallen.

Anmerkung: Das gleiche Verfahren ist bei Boden in Ausbesserung, gekennzeichnet durch eine weiße Markierung am Boden, anzuwenden.


Der Ball wird beim Probeschlag berührt - Regel 18 – 2

Ein Spieler geht zu seinem Ball, der nach einem schönen Drive mittig auf dem Fairway liegt. In Vorbereitung auf seinen zweiten Schlag stellt er sich in die Nähe seines Balles und macht einen Probeschlag. Hierbei berührt er jedoch versehentlich seinen eigenen Spielball.

Hat dieser Probeschlag Konsequenzen auf den Score des Spielers an diesem Loch?

Ja, der Spieler zieht sich einen Strafschlag zu und muss den Ball an seine ursprüngliche Position zurück legen.


Ball auf dem Grün reinigen – Regel 16 – 1 d

Spieler 1 liegt mit dem dritten Schlag auf dem Grün der Bahn 12. Er markiert seinen Ball und hebt ihn zum reinigen auf. Anschließend reibt er den Ball zum reinigen hinter sich auf dem Grün ab. Der Ball wird nach der Reinigungsaktion wieder ordnungsgemäß vor der Markierung abgelegt.

Spieler 2 macht ihn daraufhin aufmerksam, dass er seinen Ball nicht mithilfe des Grüns säubern darf und er sich jetzt zwei  Strafschläge zugezogen hat.

Ist die Aussage von Spieler 2 richtig?

Wenn Spieler 1 mithilfe des Balles das Grün über seinen Zustand oder Schnelligkeit prüft, zieht er sich so zwei Strafschläge zu.

Anmerkung:

Laut einer Entscheidung des DGV zu der Regel 16 – 1d: Darf ein Spieler seinen Ball reinigen, indem er ihn auf dem Grün reibt?

Ist folgende Entscheidung getroffen worden:

Ja, sofern diese Handlung nicht dem Zweck dient, die Oberfläche des Grüns zu prüfen. Es ist aber empfehlenswert, den Ball auf andere Art und Weise zu reinigen, damit über die Absichten des Spielers keine Zweifel entstehen.


Eingebetteter Ball: Regel 25-2

Ein im Gelände auf irgendeiner kurz gemähten Fläche in sein eigenes Einschlagloch im Boden eingebetteter Ball darf aufgenommen, gereinigt und straflos so nahe wie möglich an der Stelle, an der er lag, jedoch nicht näher zum Loch, fallen gelassen werden. Der Ball muss beim Fallenlassen zuerst auf einem Teil des Platzes im Gelände auftreffen. Unter "kurz gemähter Fläche" wird jede Fläche auf dem Platz verstanden, die auf Fairway-Höhe oder kürzer geschnitten ist, Wege durch das Rough eingeschlossen.


Eigenen Ball identifizieren: Regel  12–2

Spieler  1 schlägt an Loch 13 ab, sein Ball landet mittig auf dem Fairway. Nachdem alle Spieler abgeschlagen haben, gehen alle zu den Bällen. Da alle Bälle auf dem Fairway zum Liegen kommen, will Spieler 1 seinen Ball identifizieren und hebt den Ball leicht an. Spieler 2 beobachtet ihn dabei und meint daraufhin, dass sich Spieler 1 mit seinem Verhalten nun einen Strafschlag zugezogen hat.

Ist die Aussage von Spieler 2 richtig?

Ja, denn laut Regel 12 – 2 muss ein Ball zur Identifizierung markiert werden, bevor dieser aufgehoben wird. Dies gilt für jede Lage auf dem Golfplatz. Allerdings muss Spieler 1 seinen Zähler im Vorfeld darüber informieren.  

Anmerkung: Der Ball darf beim Aufnehmen nicht mehr als ihm zur Identifizierung erforderlichen Ausmaß gereinigt werden.


Zu spät kommen: Regel 6-3 im Loch- und Zählspiel

Ein Spieler kommt zu seinem ersten Abschlag zu spät. Welches Verhalten ist richtig?

Strafe für Verstoß gegen Regel 6-3 a): Trifft ein Spieler spielbereit innerhalb von fünf Minuten nach seiner Abspielzeit am Ort seines Starts ein, ist die Strafe für das Versäumnis, rechtzeitig abzuspielen, Lochverlust des ersten Lochs im Lochspiel oder zwei Strafschläge am ersten Loch im Zählspiel. Kommt der Spieler erst nach den fünf Minuten an seinem ersten Loch an, so ist er disqualifiziert.

-> Ausnahme: Stellt die Spielleitung fest, dass außergewöhnliche Umstände einen Spieler abgehalten haben, rechtzeitig abzuspielen, so ist dies straflos.

Scorekarten immer überprüfen: Regel 6-6 Schlagzahlen im Zählspiel

Ein Spieler spielt an Bahn 18 ein Birdie. Der Mitspieler, welcher die Scorekarte des Spielers führt, schreibt fälchlicherweise eine 3. Nach dem Vorlesen der Scorekarte werden die Scorekarten in der Scoring Area abgegeben (=Sekretariat), ohne den Fehler zu beheben. 

Welcher Score zählt für das Wettspiel? Die 2 oder 3?

Die "3", denn nach Regel 6-6 d) Falsche Schlagzahl für das Loch gilt folgendes:
Der Spieler ist dafür verantwortlich, dass die für jedes Loch auf seiner Zählkarte aufgeschriebene Schlagzahl richtig ist. Reicht er für irgendein Loch eine niedrigere als die tatsächlich gespielte Schlagzahl ein, so ist er disqualifiziert. Reicht er für irgendein Loch eine höhere als die tatsächlich gespielte Schlagzahl ein, so gilt die eingereichte Schlagzahl.

Anmerkung: Überprüfen Sie Ihre Scorekarte genau und vergewissern Sie sich, dass Ihre gespielten Schlagzahlen exakt auf der Scorekarte eingetragen sind.


Thema der ersten Woche: Regel 15 – neu eingesetzter Ball

Ein Spieler spielt an Bahn 11 den Abschlag zu lang, sodass der Ball hinter dem Grün im Wald zum Liegen kommt. Es wird ein zweiter, als provisorischer Ball benannter Ball gespielt. Dieser liegt spielbar neben dem Grün. Der zuerst gespielte Ball wird im Wald gesucht und nach kurzer Zeit auch gefunden. Der Spieler hebt den erstgespielten Ball auf und spielt den provisorischen Ball weiter.

War das Verhalten des Spielers korrekt?

Nein, denn nachdem der erste Ball gefunden wurde muss das Loch auch mit selbigen beendet werden. Wenn er dies nicht tut, bekommt er zwei Strafschläge. In einem Zählspiel wird dieses Verhalten sogar mit einer Disqualifikation geahndet.

Anmerkung: Wenn der erste Ball im Wald ist, umgeben von dichten Sträuchern und Ästen gefunden wurde, hätte der Spieler den Ball für „unspielbar“ erklären müssen. Der zweite „provisorische Ball“ ist aus dem Spiel. Er muss nach Regel 28 -  Ball unspielbar - , weiter verfahren und einen neuen Ball vom Abschlag spielen.

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